- AutorIn
- Alexandra Huth
- Titel
- Ambivalente lyrische Perspektiven auf die Industrielle Revolution by Louise Otto-Peters
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-1026283
- Quellenangabe
- German Life and Letters
Erscheinungsjahr: 2024
Jahrgang: 77
Heft: 3
Seiten: 368-383
ISSN: 0016-8777
E-ISSN: 1468-0483 - Erstveröffentlichung
- 2024
- Abstract (DE)
- Louise Otto-Peters (1819–95) wirkte in den bewegten Jahrzehnten um die Märzrevolution 1848 als politische Aktivistin, Frauenrechtlerin, Publizistin und Schriftstellerin. Diese Tätigkeitsbereiche waren eng miteinander verknüpft, da die aus bürgerlich-liberalen Kreisen stammende Louise Otto in ihren Zeitungsartikeln, Romanen und Gedichten gesellschaftliche Missstände und Entwicklungen aufgriff und kommentierte. Dies trifft auch auf das zwischen 1840 und 1850 entstandene Gedicht ‘Einst und Jetzt’ zu, welches in diesem Beitrag hermeneutisch analysiert wird. Wie der Titel bereits andeutet, skizziert der Text die Dichotomie aus Vergangenheit und Gegenwart respektive Zukunft, wobei die Eisenbahn als Symbol der Industriellen Revolution den Wendepunkt herbeiführt. Das Gedicht thematisiert den Kontrast zwischen der alten, friedlichen und der neuen, von Lärm, Beschleunigung und Wachstum beherrschten Welt. Einen jungen Mann zieht es ins Fremde und Neue, während seine Geliebte (dem Zeitgeist entsprechend) daheim und von den Innovationen des gesellschaftlichen und industriellen Umbruchs ausgeschlossen bleibt. In diesem Beitrag wird das Gedicht vor allem auf folgende Fragen hin untersucht: Welche Perspektiven auf die Industrielle Revolution und ihre Folgen werden auf welche Weise zum Ausdruck gebracht? Welche feministischen Aspekte greift der Text auf? Und wie lässt sich das Gedicht in den literaturpolitischen Hintergrund Louise Otto-Peters’ einordnen?
- Abstract (EN)
- Louise Otto-Peters (1819–95) worked as a political activist, women’s rights activist, publicist and writer in the turbulent decades before and after the March Revolution of 1848. These pursuits were closely linked, since Louise Otto, who came from middle-class liberal circles, commented on social grievances and developments in her newspaper articles, novels and poems. This also applies to the poem ‘Einst und Jetzt’, written between 1840 and 1850, which is hermeneutically examined in this article. As the title suggests, the text outlines the dichotomy of past and present or future. The poem, in which the arrival of the railway is a symbol of industrial change, focuses on the contrast between the old, peaceful world and the new world with its noise, faster speed and growth. A young man is drawn into the new world, while his beloved stays at home and is excluded from the innovation resulting from social and industrial upheaval. I examine the poem according to the following questions: What perspectives on the Industrial Revolution and its consequences are expressed and how? In what ways is the poem a feminist text? And where does the poem sit in terms of Louise Otto-Peters’ literary-political background?
- Andere Ausgabe
- Erstveröffentlichung
DOI: 10.1111/glal.12420 - Freie Schlagwörter (DE)
- Louise Otto-Peters, Industrielle Revolution, lyrische Perspektiven
- Klassifikation (DDC)
- 830
- Verlag
- John Wiley & Sons Ltd., Hoboken,NJ
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-1026283
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 26.02.2026
- Dokumenttyp
- Artikel
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-NC-ND 4.0