- AutorIn
- Stefan Leonhardt
- Titel
- Neuromuskuläre Dysbalancen der Rumpf- und Beinmuskulatur als Ausdruck einer funktionellen Adaptation am Beispiel der Zweikampfsportart Judo
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-1029517
- Datum der Einreichung
- 15.04.2025
- Datum der Verteidigung
- 17.12.2025
- Abstract (DE)
- In der vorliegenden Arbeit werden Referenzintervalle für Prädiktoren zur Erkennung von neuromuskulären Dysbalancen bei gesunden Judoka vorgestellt, um anschließend den Bezug zu den Merkmalen einer individuellen Kampfkonzeption als Ausdruck einer funktionellen Adaptation zu prüfen. Hierzu werden die Probleme der Primärprävention im Judo und im Kontext des Leistungssportes beschrieben. Anschließend wird im theoretischen Hintergrund auf die Risikofaktoren, die Terminologie und Genese von neuromuskulären Dysbalancen sowie deren Bedeutung für die Zweikampfsportarten genauer eingegangen. Auf Grundlage der Forschungsfragestellungen wird eine Untersuchungsplanung mit den verwendeten computergestützten Messsystemen vorgestellt. Auf Grundlage des Konzeptes der Referenzintervalle werden in fünf Querschnittsstudien die Referenzintervalle zur Einschätzung von uni- und bilateralen Dysbalancen bestimmt. Für eine ganzheitliche Betrachtung der antriebsrelevanten Rumpf- und Kniemuskulatur werden die Beweglichkeit, die statische und dynamische Kraftfähigkeit sowie die kontraktilen Eigenschaften herangezogen. Im Fokus der Arbeit steht der Nachweis einer funktionell bedingten Adaptation der Muskeln durch die Merkmale und Charakteristiken der Kampfkonzeptionen von Judoka. Damit sollen nicht nur mögliche Ursachen für neuromuskuläre Dysbalancen offenbart werden, sondern vielmehr der Risikofaktor skill level um die Dimension der Zusammensetzung sporttechnischer Fertigkeiten erweitert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass für bestimmte Bereiche der Rumpf- und Kniemuskulatur eine Assoziation zur Kampfkonzeption der Judoka vorliegt, aber eine verallgemeinerte Aussage für die Sportart durch die Individualität der Athlet*innen kaum möglich ist.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Judo, Referenzintervalle, Rumpfmuskulatur, Kniemuskulatur
- Klassifikation (DDC)
- 790
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Universität Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- angenommene Version / Postprint / Autorenversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-1029517
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 11.03.2026
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-NC-ND 4.0- Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ABBILDUNGSVERZEICHNIS TABELLENVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS GLOSSAR 1 EINLEITUNG 2 PROBLEME EINER SPEZIFISCHEN PRÄVENTIONSDIAGNOSTIK 2.1 Neuromuskuläre Dysbalancen bei gesunden Judoka 2.2 Die Bedeutung des Risikofaktors skill level im Judo 3 THEORETISCHER HINTERGRUND 3.1 Risikofaktoren im Kontext der Primärprävention von Verletzungen 3.2 Neuromuskuläre Dysbalancen 3.2.1 Terminologie 3.2.2 Genese von neuromuskulären Dysbalancen 3.2.3 Zusammenhang von neuromuskulären Dysbalancen und Verletzungen 3.3 Messverfahren zur Bestimmung von uni- und bilateralen Dysbalancen 3.3.1 Goniometrische Messverfahren 3.3.2 Dynamometrische Messverfahren 3.3.3 Tensiomyographische Messverfahren 3.4 Referenzintervall- und Entscheidungsgrenzen 3.4.1 Referenzintervalle und Entscheidungsgrenzen des F/E-Ratio im Rumpf 3.4.2 Referenzintervalle und Cutoff-Werte von bilateralen Muskelgruppen 3.4.3 Referenzintervalle und Cutoff-Werte des H/Q-Ratio 3.5 Bedeutung der neuromuskulären Dysbalancen für die Sportart Judo 3.5.1 Antriebsrelevante Muskelgruppen im Judo 3.5.2 Funktionelle Adaptation im Kontext der Zweikampfsportarten 4 ABLEITUNG VON FORSCHUNGSFRAGEN 4.1 Ableitungen aus dem Forschungsstand 4.2 Ableitung von Forschungsfragen zu den Referenzintervallgrenzen 4.3 Ableitung von Forschungsfragen zur IKKZ 5 UNTERSUCHUNGSPLANUNG 5.1 Untersuchungsdesign 5.2 Kurzbeschreibung der Stichprobe 5.3 Messsysteme und Messverfahren 5.3.1 Test- und Trainingsgerät Pegasus (CTT-Pegasus) 5.3.2 Messsystem mobee med 5.3.3 IsoMed-2000 Serie 5.3.4 TMG-Messgerät 5.4 Aufteilung der Studienthemen 6 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN 6.1 Teilstudie 1 – Uni- und bilaterale Dysbalancen der Rumpfbeweglichkeit und statischen Rumpfkraft 6.1.1 Studienziele 6.1.2 Fragestellungen und Hypothesen 6.1.3 Untersuchungsmethodik 6.1.4 Ergebnisse 6.2 Teilstudie 2 – Uni -und bilaterale Dysbalancen der kontraktilen Eigenschaften der Kniemuskulatur 6.2.1 Studienziele 6.2.2 Fragestellungen und Hypothesen 6.2.3 Untersuchungsmethodik 6.2.4 Ergebnisse 6.3 Teilstudie 3 – Uni- und bilaterale Dysbalancen der Rumpf- und Kniebeweglichkeit 6.3.1 Studienziele 6.3.2 Fragestellungen und Hypothesen 6.3.3 Untersuchungsmethodik 6.3.4 Ergebnisse 6.4 Teilstudie 4 – Bilaterale Dysbalancen der dynamischen Rumpfrotationskraft 6.4.1 Studienziele 6.4.2 Fragestellungen und Hypothesen 6.4.3 Untersuchungsmethodik 6.4.4 Ergebnisse 6.5 Teilstudie 5 – Uni- und bilaterale Dysbalancen der Knieflexion und Knieextension 6.5.1 Studienziele 6.5.2 Fragestellung und Hypothesen 6.5.3 Untersuchungsmethodik 6.5.4 Ergebnisse 7 DISKUSSION 7.1 Neuromuskuläre Dysbalancen der Rumpfmuskulatur 7.1.1 Beweglichkeit 7.1.2 Statische Kraftfähigkeiten 7.1.3 Dynamische Kraftfähigkeiten 7.2 Neuromuskuläre Dysbalancen der Kniemuskulatur 7.2.1 Beweglichkeit 7.2.2 Kontraktile Eigenschaften 7.2.3 Dynamische Kraftfähigkeiten 8 FAZIT UND AUSBLICK 9 ZUSAMMENFASSUNG 10 LITERATURVERZEICHNIS 11 ANHANG 11.1 Formular zur Befragung der IKKZ 11.2 RStudio-Projekte - Statistische Datenanalyse mit R und Jamovi