- AutorIn
- Dr. phil. Gino Margani
- Titel
- Die Negation gibt es nicht
- Untertitel
- Eine philosophische Untersuchung
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-1040593
- Datum der Einreichung
- 25.06.2024
- Datum der Verteidigung
- 27.01.2026
- Abstract (DE)
- Die Dissertation untersucht die Idee der Negation. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass philosophische Bestimmungen der Negation in eine strukturelle Schwierigkeit geraten: Die Negation erscheint einerseits als zentraler Begriff, entzieht sich andererseits jedoch einer stabilen begrifflichen Fixierung. Die Arbeit geht deshalb nicht von einem vorausgesetzten Gegenstand „Negation“ aus, sondern fragt nach den Bedingungen und Grenzen ihrer philosophischen Bestimmbarkeit. Methodisch verfolgt die Untersuchung keinen theoriepositiven Zugriff, sondern rekonstruiert die begrifflichen Voraussetzungen, unter denen überhaupt von Negation gesprochen wird. Im Zentrum stehen dabei die Vorstellung eines negierbaren Gehalts sowie die Beziehungen zwischen Negation, Bild, Sprache und Welt. Ein wichtiger Bezugspunkt ist Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus. Die Arbeit zeigt, dass die Negation nicht als eigenständiger Gegenstand philosophischer Erklärung bestimmt werden kann. Der Titel „Die Negation gibt es nicht“ formuliert entsprechend nicht eine isolierte These, sondern das Ergebnis eines Untersuchungsgangs, in dem sich die Voraussetzungen philosophischer Begriffsbildung selbst als problematisch erweisen. Darüber hinaus versteht sich die Dissertation als methodische Reflexion philosophischer Praxis.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Negation, Bild, Sprachphilosophie, Wittgenstein, philosophische Methode
- Klassifikation (DDC)
- 300
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Universität Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- angenommene Version / Postprint / Autorenversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-1040593
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 23.04.2026
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-NC-ND 4.0- Inhaltsverzeichnis
VORWORT 1 I. THESE UND METHODE DER UNTERSUCHUNG 3 II. THEMA, VORGEHEN UND TEXT DER UNTERSUCHUNG 13 III. DANK 17 TEIL EINS DIE NEGATION ALS JUNKTOR UND DAS BILD 23 1. EINLEITUNG 25 2. DIE NEGATION ALS JUNKTOR 31 2.1. DIE ELEMENTE DES SATZES: BEHAUPTUNG, PROPOSITION, GEHALT, JUNKTOR 35 3. ZWEI BEDINGUNGEN AN DEN GEHALT 39 3.1. ERSTE BEDINGUNG: DIE MÖGLICHKEIT EINES WAHRHEITSWERTS 39 3.2. ZWEITE BEDINGUNG: DIE MÖGLICHKEIT ZUR NEGATION 41 3.3. DIE ROLLE UND FUNKTION DES GEHALTS IN EINER THEORIE DER SPRACHE 43 4. DER GEHALT ALS BILD 51 4.1. DAS BILD ALS METAPHER FÜR DEN GEHALT 53 4.2. DIE AUFGABE EINER BILDTHEORIE UND IHRE EINGRENZUNG 55 5. DIE BILDTHEORIE DER SPRACHE 61 5.1. DIE GRUNDBEGRIFFE EINES EINFACHEN BILDMODELLS: BILD, SACHVERHALT, ELEMENT, FORM 61 5.2. DIE ZUORDNUNG DER BILDELEMENTE ZU DEN ELEMENTEN DES SACHVERHALTS 65 6. PROBLEME EINES ALLZU EINFACHEN BILDMODELLS 69 6.1. PROBLEM 1: DIE ZUORDNUNG DER ELEMENTE 69 EXKURS A - TEIL 1: ZUORDNUNG DURCH DIE FORM 81-88 6.2. PROBLEME 2 UND 3: NICHT BESTEHEN, FALSCHHEIT, NEGATION 89 6.3. DIE DREI PROBLEME 97 7. DIE METAPHER DES BILDES LEISTET NICHTS 103 8. DIE ANFORDERUNG DER SPRACHE AN EINE THEORIE DES BILDES 111 8.1. EINE LEKTÜRE DER THEORIE DES BILDES IN WITTGENSTEINS TRACTATUS 113 EXKURS A - TEIL 2: FORM DER ABBILDUNG UND STRUKTUR 119-140 EXKURS B: DIE SPRACHE GERÄT IN UNORDNUNG UND DAS TIEFE GEHEIMNIS DER NEGATION 151-156 9. DIE VERSCHIEBUNG DER GRENZE ZWISCHEN SPRACHE UND WIRKLICHKEIT 157 9.1. DIE GRENZE MITTEN DURCH DEN SACHVERHALT 157 9.2. DIE GRENZE MITTEN DURCH DIE TATSACHEN 165 10. DIE IDEE DES BILDES UND DIE NEGATION 173 10.1. DIE IDEE DER NEGATION 175 10.2. DIE IDEE DES GEHALTS 177 10.3. DIE IDEE DES BILDES 179 11. BILD UND NEGATION 187 11.1. DAS BILD ENTHÄLT SEINE NEGIERBARKEIT 189 11.2. DER TRIADISCHE BILDBEGRIFF 193 11.3. DIE NEGATION IM BEGRIFF DES BILDES 197 11.4. DIE QUELLE DER NEGATION 199 TEIL ZWEI DAS GEGENSTÄNDLICHE BILD 207 12. EINLEITUNG 209 12.1. GEHALT, BILD, BEDEUTUNG 211 12.2. DER TRIADISCHE BILDBEGRIFF 215 12.3. DAS WAHRHEITSFÄHIGE VERHÄLTNIS ZUR WIRKLICHKEIT 219 12.4. DAS SEMIOTISCHE DREIECK 221 12.5. DREI RELATIONEN, ZWEI REGRESSE 225 12.6. ZWEI RELATIONEN DES DARSTELLENS 229 12.7. DREI VARIABLEN DER BEDEUTUNG 233 EXKURS C - DIE FUNKTIONSWEISE VON «HEISSEN» 241-258 12.8. DIE BEDEUTUNG DES ZEICHENS 259 12.9. DREI GESTALTEN DES TRIADISCHEN BILDBEGRIFFS 265 12.10. DAS GEGENSTÄNDLICHE BILD 271 13. DER GÖTZE 277 13.1. EINGRENZUNG UNSERER PERSPEKTIVE AUF DEN GÖTZEN 281 13.2. ABGRENZUNG DES GÖTZEN VON ANDEREN GOTTESBILDERN 287 13.3. DER GÖTZE IN SEINEM KONTEXT 291 14. ZWEI SCHWIERIGKEITEN MIT DEM GÖTZEN ALS MODELL EINES GEGENSTÄNDLICHEN BILDES 299 14.1. DIE ABHÄNGIGKEIT DES GÖTZEN VON DER GOTTHEIT 301 14.2. DER GÖTZE DROHT KEIN BILD ZU SEIN 317 15. DIE QUELLE DER SCHWIERIGKEITEN 333 15.1. DIE FORM DER SELBSTSCHÖPFUNG 337 15.2. DIE DOMINANZ DES SUBJEKTS 347 15.3. DIE DOMINANZ DES OBJEKTS 349 15.4. ZWEI LESEWEISEN DES SATZES VOM GÖTZEN 355 15.5. DIE PRÄDIKATIVE INTERPRETATION 357 16. REFLEXION UNSERER DENKPOSITION 369 16.1. KONTRASTIEREN VON DENKPOSITIONEN 379 16.2. ZWEI KONTRASTE: JAKOB UND DIE BIBEL 383 16.3. DIALOG MIT LABAN 391 16.4. GEGENSTAND, BEGRIFF, AKT 397 16.5. DIE DOMINANZ DES GEGENSTANDES 403 17. UNSERE METAPHYSIK 409 17.1. DIE AUSDRÜCKE 413 17.2. DIE ORDNUNG UNSERER METAPHYSIK 415 17.3. DIE METAPHYSISCHE WENDUNG 425 17.4. WIR VERLASSEN UNSERE METAPHYSIK 429 TEIL DREI DIE NEGATION GIBT ES NICHT 437 18. GÖTZE, GEGENSTÄNDLICHES BILD, GEHALT UND NEGATION 439 18.1. DEN GÖTZEN DENKEN 445 18.2. DAS BILD 449 18.3. GEHALT 453 18.4. NEGATION 455 19. DIE NEGATION GIBT ES NICHT 463 NACHWORT 467 VERZEICHNISSE 477 LITERATUR 479 ABBILDUNGEN 485 REGISTER 489