- AutorIn
- Thomas Rauscher
- Titel
- Anerkennung zweier Väter kraft kalifornischer Leihmuttervereinbarung
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-831062
- Quellenangabe
- Juristische Rundschau
Erscheinungsjahr: 2016
Jahrgang: 2016
Heft: 3
Seiten: 97-105
ISSN: 0022-6920 - Erstveröffentlichung
- 2016
- Abstract (DE)
- Der Reproduktionsmedizin-Tourismus Deutscher in Staaten, die der rechtlichen Anerkennung von Leihmutterschaftsvereinbarungen großzügig begegnen, nimmt zu. Seit dem Inkrafttreten einer im Kontext der in den USA geführten Diskussion prononciert »liberalen« Regelung in Kalifornien am 1. 1. 2013 ist diese Rechtsordnung bei Wunscheltern besonders beliebt, zumal die dortige Reproduktionsmedizin sich werbewirksam als legales, risikoarmes und vertrauenswürdiges Business darzustellen weiß. Der BGH anerkennt auf verfahrensrechtlichem Weg die Entscheidung eines kalifornischen Gerichts, mit der auf der Grundlage eines dort geschlossenen und durchgeführten surrogacy agreement zwei in Eingetragener Lebenspartnerschaft verbundene deutsche Staatsangehörige zu Vätern eines Kindes werden. Die Herausforderung der Formulierung im Geburtsregister überlässt der BGH dem Standesbeamten. Der Verfasser sieht diese Lösung nicht nur vor dem Hintergrund der begründeten Haltung des AdoptVermG und des ESchG kritisch, sondern vor allem wegen der damit verbundenen Umgehung des Adoptionsrechts und damit der gebotenen Kindeswohlorientierung.
- Andere Ausgabe
- Link zur Erstveröffentlichung
Link: https://doi.org/10.1515/juru-2015-0058 - Freie Schlagwörter (DE)
- Leihmutterschaft, Anerkennung, Wunscheltern
- Klassifikation (DDC)
- 340
- Verlag
- De Gruyter, Berlin
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-831062
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 26.01.2023
- Dokumenttyp
- Artikel
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis