- AutorIn
- Celine Müller
- Titel
- Entwicklung des Substanzmittelgebrauchs eines Landkreises im Zeitraum 2009-2019
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-936124
- Datum der Einreichung
- 14.11.2023
- Datum der Verteidigung
- 26.06.2024
- Abstract (DE)
- In dieser Doktorarbeit werden die Daten der KlientInnen in Suchtberatung in den Jahren 2009 bis 2019 im Landkreis Altenburger Land retrospektiv und statistisch analysiert. Diese Informationen, welche durch die Mitarbeitenden der Suchthilfe in das EBIS eingepflegt wurden, unterliefen einen Anonymisierungsprozess. Das vorrangige Ziel dieser Studie besteht darin, signifikante Zusammenhänge, Entwicklungen, Korrelationen und Unterschiede zwischen soziodemographischen Variablen, konsumierten Suchtsubstanzen und psychischen Störungen im betrachteten Zeitraum zu identifizieren. Die Ergebnisse der Analyse zeigen einen deutlichen Anstieg der KlientInnenzahl in Suchtberatungen während des untersuchten elfjährigen Zeitraums sowie eine Reduzierung des Durchschnittsalters der Betroffenen. Darüber hinaus hat sich der Anteil der alkoholabhängigen KlientInnen verringert, wohingegen das Durchschnittsalter dieser Gruppe gestiegen ist. Besonders bemerkenswert ist der signifikante Aufwärtstrend der Anteile der KlientInnen mit pathologischem Konsum von Stimulanzien und Cannabinoiden. Ferner haben sich die Gruppen der Cannabinoid-, Stimulanzien-, Opioidabhängigen und pathologischen SpielerInnen jeweils verstärkt in einer problematischen Schuldenlage befunden. Auffällig ist auch, dass in der Gruppe der KlientInnen ohne Schulabschluss vorrangig cannabinoid- und opioidabhängige KlientInnen dominierten. Sowohl der Anteil der verschuldeten KlientInnen als auch der Anteil der KlientInnen mit Auflagen ist gestiegen. Die Anteile von KlientInnen mit einer Persönlichkeitsstörung oder einer suizidalen Krise haben sich verringert. Es besteht eine enge Verknüpfung zwischen den konsumierten Suchtmitteln und psychischen Komorbiditäten, wobei insbesondere eine Verbindung zwischen Alkoholabhängigkeit und verschiedenen psychischen Störungen zu beobachten ist. Für die Zukunft könnte es erforderlich sein, die Versorgungsstrukturen im Bereich der Suchthilfe an die steigende Anzahl von KlientInnen und das abnehmende Durchschnittsalter der Betroffenen anzupassen. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, den Einfluss sozialer Medien und der Internetnutzung in künftigen statistischen Erhebungen zu untersuchen und mögliche kausale Zusammenhänge zu überprüfen. Um exakter abschätzen zu können, ob die Sucht eine psychische Störung bedingt oder es sich um einen reversen Effekt handelt, wäre eine transparentere Dokumentation nötig.
- Andere Ausgabe
- Entwicklung des Substanzmittelgebrauchs eines Landkreises im Zeitraum 2009-2019
- Freie Schlagwörter (DE)
- Suchtverhaltem, Statistik, Drogen, Altenburger Land
- Klassifikation (DDC)
- 610
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Universität Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-936124
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 06.09.2024
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis..............................................................................................- 3 - Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................- 5 - Abbildungsverzeichnis......................................................................................- 6 - Tabellenverzeichnis...........................................................................................- 6 - 1 Einleitung........................................................................................................ 7 1.1 Zielsetzung und Problemstellung ........................................................... 18 1.2 Fragestellung .......................................................................................... 20 2 Methodik....................................................................................................... 20 2.1 Art der Datenerhebung ........................................................................... 21 2.1.1 Datenerhebung........................................................................................ 21 2.1.1.1 Handakten.............................................................................................. 22 2.1.1.2 EBIS ...................................................................................................... 23 2.1.1.3 Experten-Interview................................................................................ 23 2.2 Gesamterhebungen der Suchtberatungsstelle im Altenburger Land ...... 24 2.2.1 Suchtberatungsstelle Altenburger Land ................................................. 24 2.2.2 Einzugsgebiet ......................................................................................... 25 2.2.3 KlientInnen ............................................................................................. 27 2.3 Statistische Auswertung ......................................................................... 27 3 Ergebnisse..................................................................................................... 30 3.1 Entwicklung des Spektrums der missbrauchten Suchtmittel ................. 30 3.2 Entwicklung der Merkmale des Kollektivs............................................ 34 3.2.1 Entwicklung der Anteile der weiblichen und männlichen KlientInnen je Suchtsubstanz .................................................................................................... 34 3.2.2 Entwicklung des durchschnittlichen Alters der KlientInnen bei Betreuungsbeginn ...........................................39 3.2.3 Geschlecht, Partnerschaftsstatus, Kinder im Haushalt, Schulabschluss, Schulden- und Auflagensituation der KlientInnen je Suchtsubstanz ................ 41 3.2.4 Ranking der Erwerbssituation vor und nach Betreuungsende................ 47 3.2.5 Ranking der Wohnsituation vor und nach Betreuungsende ................... 50 3.3 Psychische Komorbiditäten der KlientInnen.......................................... 52 4 Diskussion .............................................................................................. 56 4.1 Methodendiskussion............................................................................... 56 4.2 Diskussion der signifikanten Zusammenhänge und Entwicklungen der Merkmale der KlientInnen ................................................................................ 62 5 Beantwortung der Fragestellung und Zusammenfassung der Ergebnisdiskussion............................................................................................ 82 6 Fazit und Ausblick.................................................................................. 86 7 Zusammenfassung .................................................................................. 89 8 Abstract .................................................................................................. 90 Literaturverzeichnis............................................................................................ 91 Anhang ............................................................................................................... 104 Erklärung über eigenständige Abfassung der Arbeit.................................... 117 Curriculum Vitae .............................................................................................. 118 Danksagung ....................................................................................................... 119