- AutorIn
- Diane Gatamova
- Titel
- Pediatric Syncope: Is the Diagnostic Guideline Implemented and Adhered to? Pädiatrische Synkope: Wird die diagnostische Leitlinie umgesetzt und eingehalten?
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-973875
- Datum der Einreichung
- 17.09.2024
- Datum der Verteidigung
- 30.04.2025
- Abstract (DE)
- Hintergrund 2014 wurde die Leitlinie „Synkope im Kindes- und Jugendalter“ aktualisiert und definierte erstmals unverzichtbare diagnostische Basismaßnahmen und einen konsekutiven Algorithmus für eine sichere klinische Entscheidungsfindung. Wir untersuchten die Umsetzung dieser Empfehlungen bzw. die Häufigkeit versäumter oder unnötiger diagnostischer Maßnahmen. Patienten und Methode Wir analysierten retrospektiv 314 pädiatrische Patienten, 166 wurden vor und 148 nach der Veröffentlichung dieses Leitlinien-Updates vorgestellt. Ergebnisse 54 Patienten (36,5%) wurden nicht konform der aktuellen LL behandelt und 2 Fälle (0,63%), die durch epileptische Anfälle verursacht wurden, wurden zunächst fälschlicherweise als Reflexsynkope diagnostiziert. In Abweichung von der LL erfolgte bei 32 (59,3%) eine stationäre Aufnahme und es wurden bei 11 (20,4%) Elektroenzephalographie, bei 4 (7,4%)Schlafentzugs-EEG, bei 2 (3,7%) kraniale Magnetresonanztomographie bei 5 (9,3%) Urindiagnostik und bei 32 (59,3%) Blutuntersuchungen als unnötige diagnostische Maßnehmen durchgeführt. In 21 Fällen (38,9%) war die Anamnese unzureichend. Das EKG wurde bei 42 Patienten (77,8%) nicht durchgeführt. Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen vor und nach dem LL-Update in Bezug auf die diagnostische Abklärung (p = 0,12). Diskussion Das LL-Update hatte keinen Einfluss auf die Versorgungsstrategie. Die Nichteinhaltung der Leitlinie führte zwar nicht zu einer großen Anzahl von fehldiagnostizierten epileptischen Anfällen (1,4 %) oder ungünstigen Verläufen, aber zu unangemessenem Ressourcen-Verbrauch und zu einer übermäßigen Belastung der Patienten und ihrer Familien. Schlussfolgerung Neben der Etablierung klinischer LL erscheint die Notwendigkeit zusätzlicher Anstrengungen und Strategien zur Förderung ihrer Umsetzung offensichtlich.
- Forschungsdatenverweis
- Pediatric Syncope: Is the Diagnostic Guideline Implemented and Adhered to? Pädiatrische Synkope: Wird die diagnostische Leitlinie umgesetzt und eingehalten?
DOI: 10.1055/a-2345-3343 - Freie Schlagwörter (DE)
- pädiatrische Synkope, epileptische Anfälle, Leitlinien, unnötige Diagnostik
- Klassifikation (DDC)
- 610
- GutachterIn
- Prof.Dr.med. Franz Wolfgang Hirsch
- Prof.Dr.med. Ingo Dähnert
- BetreuerIn Hochschule / Universität
- Prof.Dr.med. Andreas Merkenschlager
- Den akademischen Grad verleihende / prüfende Institution
- Universität Leipzig, Leipzig
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-973875
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 04.06.2025
- Dokumenttyp
- Dissertation
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung und Bibliografie 2 Abkürzungs- und Abbildungszeichnis 4 Einführung 5 1. Synkope 5 1.1. Definition mit Basisinformation 5 1.2. Epidemiologie 5 1.3. Klassifikation 6 1.4. Unterscheidung zwischen kardiale und vasovagale Synkopen 7 2. Epileptische Anfälle 8 3. Klinische Manifestationen von Synkopen und epileptischen Anfällen 8 4. Calgary score 9 5. Ressourcenübernutzung 10 6. Leitlinien der deutschen Gesellschaft für pädiatrische Kardiologie 12 7. Ziel der Studie 14 Publikation 15 Zusammenfassung 25 Literaturverzeichnis 30 Darstellung des eigenen Beitrags 33 Selbständigkeitserklärung 35 Lebenslauf 36 Danksagung 38